Bochumer Botanischer Verein e. V. - Exkursionen
Dortmund-Hörde: Phoenixsee - 21.07.2012


Der Phoenixsee liegt auf dem ehemaligen Gelände eines der Dortmunder Stahlwerke, das von Hermann Piepenstock im Jahr 1839 in Betrieb genommen wurde. Seit etwa 15 Jahren ist dieses zuletzt zu Thyssen-Krupp gehörende Gelände stillgelegt. Die mindestens 1 km² große Fläche wurde nach längerer Bauzeit zu einem der größten künstlichen, städtischen Binnengewässer Deutschlands umgestaltet, größer als die Hamburger Binnenalster. Botanisch interessant sind hier die Reste der alten Industriebrachenflora sowie die renaturierte Emscher, die einst unterirdisch unter dem Werksgelände floss.

Protokoll




Historisches über Hörde und den Phoenixsee


In einem Beet eine Ansaat von Büschelschön ...

... Phacelia tanacetifolia

mit der in westfälischen Äckern heute fast ganz verschwundenen Acker-Lichtnelke ...


... Silene noctiflora


In einem Kellerloch: ...

... Frauenfarn (Athyrium filix-femina)

und Hirschzunge...

... Asplenium scolopendrium

In Pflasterritzen: Sandkraut (Arenaria serpyllifolia)

Kleiner weißer Mauerpfeffer (Sedum album subsp. micranthum)

Auf Brachen westlich des Phoenixsees

Sommerflieder (Buddleja davidii)

Kleiner Orant (Chaenorhinum minus)

Die Unterschiede zwischen ...

dem Echten Steinklee (Melilotus officinalis) und dem Hohen Steinklee (Melilotus altissima)

Eine Sonnenblume (Helianthus annuus), Symbol des lange vermissten Sommers, der westfälischen Sonne...


... wird herzlich willkommen geheißen.


Ungarische Rauke
(Sisymbrium altissimum)


Eine verwilderte Platane
(Platanus x hispanica)


Dach-Pippau ...

... Crepis tectorum

Unterbrochener Windhalm
(Apera interrupta)

Hörderbach in neuestem Design, daneben Reste der mittelalterlichen Burg

An der Uferböschung ...

... Meerrettich (Armoracia rusticana)

Kanadisches Berufkraut (Erigeron canadensis)

Graugrüner Gänsefuß (Chenopodium glaucum)

Roter Gänsefuß ...

... Chenopodium rubrum

Die bereits restaurierte, historische Hörder Burg

Was noch alles gemacht werden wird ...

... demnächst hier

See erreicht

Die Ufer mit Pflanzungen ...

Schilf (Phragmites australis) zur Wasserreinigung

Salz-Teichsimse (Schoenoplectus tabernaemontani)

Gift-Hahnenfuß ...

... Ranunculus sceleratus

Wasser-Knöterich (Persicaria amphibia)

Die Pflanzenwelt sortiert sich noch: eine "Wasser-Möhre" (Daucus carota)

Wohngefühl Phoenixsee
 

Parallel zum See fließt jetzt wieder ...

... die renaturierte Emscher

Breitblättriger Rohrkolben (Typha latifolia)

Zottiges Weidenröschen (Epilobium hirsutum)

Blutweiderich (Lythrum salicaria)

Ein Graureiher

Auf den noch offenen Hängen zum See: Mähnen-Gerste (Hordeum jubatum)

Karthäuser-Nelke (Dianthus carthusianorum)

Garten-Sauerampfer (Rumex rugosus)

... mit charakteristischen Blattöhrchen

... in Blüte

... und Frucht

Einen Vorgeschmack auf die angekündigte lecker Ruhrpottwurst ...

... gibt's bereits.
   
 
Ansprechpartner: Armin Jagel