Bochumer Botanischer Verein e. V. - Exkursionen
Erkrath, Frühlingsblüher und kalkliebende Farne im östlichen Neandertal - 01.04.2017


Unsere Exkursion führte durch das erste deutsche Naturschutzgebiet aus dem Jahr 1921. Das Gebiet ist durch seinen basenreichen Boden und durch die Bachaue der Düssel reich an Frühblühern. Neben typischen und häufigen Arten sind hier auch eine ganze Reihe an seltenen Pflanzen zu finden. An Hängen und offenen Felsen siedeln kalkliebende Farnarten. Der anstehende devonische Kalkgestein wurde seit dem 16. Jahrhundert abgebaut. Wir besichtigten einen ehemaligen Steinbruch und einen historischen Kalkofen.

Leitung: Klaus Adolphy, Regina Thebud-Lassak

 

Protokoll

Bilderseiten:
Frühblüher / Geophyten
Farne



Menschenansammlung am Treffpunkt ...

... die Exkursion beginnt ...

... mit der obligatorischen Verteilung der Kugelschreiber ...

... und natürlich ausführlichen Erläuterungen zum Gebiet

Die ersten Früblüher finden sich schon nach ein paar Metern am Wegrand: Bayerisches Veilchen (Viola x bavarica)

Erdbeer-Fingerkraut (Potentilla sterilis)

Echtes Lungenkraut (Pulmonaria officinalis)

Vielblütige Weißwurz (Polygonatum multiflorum)

Bulbillen vom Scharbockskraut (Ranunculus ficaria) zur vegetativen Vermehrung

Der Aronstab (Arum maculatum) beginnt ebenfalls bereits, den Blütenstand zu bilden

Ausdauerndes Bingelkraut (Mercurialis perennis), bereits in voller Blüte, wenn auch weniger prachtvoll ...

... als die Große Sternmiere (Stellaria holostea)

Ein echter Kalkzeiger: Sanikel (Sanicula europaea), der jedoch erst in einigen Wochen blüht

Eines der Zielarten im Gebiet: Gefingerter Lerchensporn (Corydalis solida)

Massenauflauf an einem Wegrand...

... der Grund: Gelbstern (Gagea lutea)

Was für's Herz: Baby-Lämmer
 

Auf dem Weg: Spontane Einladung ...

... in eine Imkerei

Zugehörige Bienenkästen ...

... und die Vorführung der fleißigen Bewohner ...

... unter zunächst skeptischen Blicken ...

... erste mutige Annäherungen ...

weiter geht's in die Natur

Die naturnahe und sehr idyllische ...

... Bachaue der Düssel ...

... mit Schlangen-Wiesen-Knöterich (Bistorta officinalis)

Typisch für die Bachaue und ein Zeiger für das Bergland: Gegenblättriges und Wechselblättriges Milzkraut (Chrysosplenium oppositifolium und alternifolium)

Hohe Primel ...

... Primula elatior

Hirschzungenfarn (Asplenium scolopendrium) ...

... in Massen im Bachtal und an Felsen

Ebenfalls im Gebiet in der Bachaue und an felsigen Hängen häufig: Gelappter Schildfarn (Polystichum aculeatum)

Straußenfarn, jedoch hier entweder angepflanzt oder aus einem Garten verwildert

Zur Abwechlung mal wieder Tierisches: Laichballen vom Grasfrosch in einem privaten Angelteich

An einem Felsen der Tüpfelfarn (Polypodium vulgare agg.)

Angekommen ...

... im ehemaligen Steinbruch

An den Felsen ...

... die nächste pteridophytische Besonderheit ... (Foto: R. Thebud-Lassak)

... der Grannen-Schildfarn (Polystichum setiferum)
 

Auf dem Rückweg noch ein botanisches Highlight: neben dem häufigen Buschwindröschen ...

... (Anemone nemorosa) in weiß ...

... auch das Gelbe Windröschen (Anemone ranunculoides) ...

... und die Grüne Nieswurz (Helleborus viridis)


Am Schluss noch etwas Kulturhistorisches: ...


... der alte Kalkofen
 

Corinne Buch