Bochumer Botanischer Verein e. V. - Exkursionen
Kreis Unna, Bergkamen, Fuß der Bergehalde Monopol - 04.08.2018


Die Halde Großes Holz ist mit ca. 121 ha Fläche die vierthöchste Halde im Revier und die höchste überhaupt im östlichen Ruhrgebiet. Sie wurde von 1962 bis 1975 aufgeschüttet. Östlich befindet sich das Naturschutzgebiet Beversee. Südöstlich sind die Werksanlagen der Bayer Schering Pharma AG und das ehemalige Bergwerk Monopol zu sehen. Genau zwischen dem ehemaligen Zechengelände und dem Bayer Supply Center liegt die 10 ha große Halde Monopol in der Kamer Mark (in Betrieb von 1942 bis 1976). Sie ist älter als die angrenzende Halde Großes Holz, wurde nicht mit Boden abgedeckt und ist heute vollständig bewaldet. Der Fahrweg um den Haldenfuß, der am südlichen und östlichen Rand entlangführt, hat einen breiten Randstreifen und eine sonnenexponierte, magere Böschung. Solche offenen Lebensräume sind inzwischen in unserer Kulturlandschaft selten geworden. Moose und Flechten haben als Pioniere das Bergematerial besiedelt. Dies sind die botanisch interessanten Bereiche der Halde. Das Große Holz war ursprünglich ein Buchenwald in der Kamer Mark, der weitgehend unter der Halde verschwand.
Botanisch stand der Tag im Zeichen der außergewöhnlich großen Trockenheit und Hitze der letzten Wochen und Monate. Viele Pflanzen waren nicht zu finden oder nur zwergig ausgebildet.

Leitung: Bernd Margenburg

Protokoll



© A. Jagel


© A. Jagel


Eindrücke wie im Herbst (© A. Jagel)

Riesen-Goldrute (Solidago gigantea) mit hängenden Blättern (© A. Jagel)

Die Breitblättrige Stendelwurz (Epipactis helleborine) konnte keine Früchte ausbilden (© C. Buch)

Wolliger Schneeball (Viburnum lantana, © A. Jagel)

© A. Jagel


Indische Scheinerdbeere (Potentilla indica, © A. Jagel)


Gefleckter Aronstab (Arum maculatum, © A. Jagel)

verwilderte Stockrosen (Alcea rosea), auch nicht mehr ganz frisch (© C. Buch)

© A. Jagel

Pause (© A. Jagel)

Einiges gibt sich noch recht unbekümmert, wie z. B. die Blauflügelige Sandschrecke (Sphingonotus caerulans, © C. Beckmann) ...

Einjähriges Berufkraut (Erigeron annuus agg. "E. patzkei", © C. Buch), ...

Dürrwurz-Alant (Inula conyzae, © C. Buch), ...

Wilde Möhre (Daucus carota, © A. Jagel) ...

... und der Wiesen-Pastinak (Pastinaca pratensis, © A. Jagel), ...

... an dem Raupen des Schwalbenschwanzes (Papilio machaon) fressen (© C. Beckmann).

Eine berühmte Brombeer-Art: ... (© C. Buch)

... die Loos'sche Haselblattbrombeere ... (© C. Buch)

... Rubus loosii (© C. Buch)

© C. Buch

© A. Jagel

© A. Jagel

Kümmerformen und Zwerge
 

Topinambur (Helianthus tuberosus, © A. Jagel)

Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea agg., © A. Jagel)

Natternkopf (Echium vulgare, © A. Jagel)

Wilde Karde (Dipsacus fullonum, © A. Jagel)

Am Wegrand der nach Zitrone duftende Große Odermennig (Agrimonia procera), ... (© C. Buch)

... bei uns nur sehr selten im Vergleich zum für diesen Standort eigentlich typischen Kleinen Odermennig (A. eupatoria, © C. Buch)

Am gemähten Wegrand das Tausendgüldenkraut (Centaurium erythraea, © A. Jagel)

Faulbaum-Bläuling (Celastrina argiolus, © A. Jagel)

Und hier wächst im Frühjahr Biene-Ragwurz (Ophrys apifera, © A. Jagel)


© C. Beckmann

 
Ansprechpartner: Armin Jagel