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Magnolien
- Magnolia spp. (Magnoliaceae) Früh im Jahr blühen die Magnolien und zwar die meisten von ihnen schon vor der Blattentwicklung. Da sie außerdem große auffällige Blüten haben, gehören die Magnolien zu den prachtvollsten Blütenbäumen, die bei uns gepflanzt werden. Die Gattung Magnolia gehört, wie auch der nahe verwandte Tulpenbaum (Liriodendron tulipifera), zur Familie der Magnoliengewächse (Magnoliaceae). Sie wurde nach dem französischen Arzt und Botaniker Pierre Magnol (1638-1715) benannt. Weltweit werden derzeit etwa 125 Magnolien-Arten unterschieden, bei uns in Kultur sind es aber erheblich weniger, weil nur wenige Arten genügend winterhart sind. | |
![]() Kobushi-Magnolie (Magnolia kobus) im April 2006 im Bochumer Stadtpark |
![]() Tulpen-Magnolie (Magnolia x soulangiana im April 2009 im Botanischen Garten Bochum |
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Heute kommt die Gattung nur noch in Amerika und in Asien vor. Das amerikanische Areal reicht von den nordöstlichen USA bis Venezuela, das asiatische erstreckt sich vom Himalaja bis nach Japan. Nach Süden dringt Magnolia hier bis Java und Borneo vor. Bei den bei uns gepflanzten Magnolien handelt es sich um Bäume mit einem flachstreichenden und frostempfindlichen Wurzelsystem. Sie sind meistens sommergrün, nur sehr wenige Arten sind immergrün. Die Blätter der Magnolien sind einfach strukturiert und recht groß, sie können bei einigen Arten Längen von bis 80 cm erreichen! Typischerweise (wenn auch nicht bei allen Arten) sind die Winterknospen behaart. | |
![]() Tulpen-Magnolia (Magnolia x soulangiana), Winterknospen |
![]() Stern-Magnolie (Magnolia stellata, sich öffnende Knospen |
![]() Kobushi-Magnolie (Magnolia kobus), Winterknospe |
![]() Kobushi-Magnolie (Magnolia kobus), sich öffnende Blütenknospe |
| Die zwittrigen Blüten haben etwa 6-20 freie Blütenblätter, die ein breites Farbspektrum abdecken: meist sind sie weiß, rosa, violett bis purpurrot, seltener aber auch gelb oder grün. Die Blüten sind spätfrostgefährdet, nach Frosteinwirkung werden sie schnell braun und unansehnlich. | |
![]() Magnolia 'Pink Perfection', nach Spätfrost |
![]() Magnolia x soulangiana 'Lennei Alba' |
| Die zahlreichen
Staubblätter und Fruchtblätter
stehen spiralig um eine eiförmige bis walzenförmig verlängerte Achse, die
sich zum Reifepunkt stark verlängert. Innerhalb der reifen meist zunächst
die Narben der Fruchtblätter, dann erst die Staubblätter, was zur Erschwerung
der Selbstbestäubung (Vorweiblichkeit, Protogynie) dient. Der Blütenduft zieht vor allem Käfer und Hautflügler an, die die Aufgabe der Bestäubung übernehmen. | |
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Blüte der Tulpen-Magnolie (Magnolia x soulangiana), bei der die Blütenblätter entfernt wurden. Hier sind die rötlich gefärbten Staubblätter fertil (männlicher Zustand) |
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Die Früchte der Magnolien sind in der Regel verholzte balgfruchtähnliche Sammelfrüchte (eine Blüte bildet viele kleine Balgfrüchtchen aus). Die Samen sind von einer orange bis rot gefärbten Sarkotesta umgeben und werden von Vögeln gefressen und so ausgebreitet. Bei manchen Arten hängen die Samen an einem dünnen Verbindungsstrang, der der Träger der Samenanlage (Funiculus), aus der Frucht heraus. | |
![]() Stern-Magnolie (Magnolia stellata): aufgeplatzte Früchte, in denen die Samen zu sehen sind (Oktober 2007 im Bochumer Stadtpark) |
![]() Schirm-Magnolie (Magnolia tripetala): Die Samen hängen am Funiculus aus den Teilfrüchten des Fruchtstandes heraus |
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Magnolia stellata
- Stern-Magnolie | |
![]() Stern-Magnolie (Magnolia stellata) 2006 als Solitär im Botanischen Garten Bochum |
![]() Stern-Magnolie (Magnolia stellata) 2007 im Stadtpark Bochum |
![]() Stern-Magnolie (Magnolia stellata), Blüte mit den typischen, schmalen Blütenblättern |
![]() Stern-Magnolie (Magnolia stellata) |
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![]() Tulpen-Magnolie (Magnolia x soulangiana) 2006 im Bochumer Stadtpark |
![]() Tulpen-Magnolie (Magnolia x soulangiana) |
![]() Tulpen-Magnolie (Magnolia x soulangiana) |
![]() Tulpen-Magnolie (Magnolia x soulangiana) |
![]() Yulan-Magnolie (Magnolia denudata), eine der Eltern-Arten der Tulpen-Magnolie |
![]() Yulan-Magnolie (Magnolia denudata) |
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![]() Purpur-Magnolie (Magnolia liliiflora), eine der Elternarten der Tulpen-Magnolie,... |
![]() ... beide Fotos zeigen die Sorte 'Nigra' |
Magnolia kobus - Kobushi-Magnolie Die Kobushi-Magnolie stammt aus Japan, hat 12-15 cm breite, weiße, duftende Blüten, die sich aus 6-9, aufrecht bis unregelmäßig zurückgeschlagen Blütenblätter aufbauen. Die 3 äußeren Blütenblätter sind in der Regel deutlich kleiner, zurückgeschlagen und hinfällig. | |
![]() Kobushi-Magnolia (Magnolia kobus) 2008 im Botanischen Garten Bochum |
![]() Kobushi-Magnolia (Magnolia kobus) |
![]() Kobushi-Magnolia (Magnolia kobus) |
![]() Kobushi-Magnolia (Magnolia kobus) |
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![]() Magnolia x loebneri 'Merrill' |
![]() Magnolia x loebneri 'Merrill' |
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![]() Immergrüne Magnolie (Magnolia grandiflora) im Botanischen Garten Düsseldorf |
![]() Immergrüne Magnolie (Magnolia grandiflora) |
![]() Immergrüne Magnolie (Magnolia grandiflora) |
![]() Immergrüne Magnolie (Magnolia grandiflora), Blüte mit Größenvergleich |