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Europäische
Eibe - Taxus baccata (Taxaceae)
Die Europäische Eibe (Taxus baccata) ist ein immergrünes Nadelgehölz aus der Familie der Taxaceae (Eibengewächse). Man darf annehmen, dass sich das natürliche Areal einst über Europa, Nordafrika und Kleinasien bis in den Kaukasus erstreckte. Im klimatisch begünstigten Tertiär, als das Klima wesentlich wärmer war als heute, war sie also auch in Deutschlands weiter verbreitet, als sie es heute ist Der Gattungsname Taxus leitet sich vom lateinischen Wort "taxare" ab, dass "strafen" bedeutet und auf die Giftigkeit hindeutet. Diese wird durch das in allen Pflanzenteilen - mit Ausnahme des roten Samenmantels - enthaltene "Taxin" hervorgerufen. Das Alkaloid ist für Menschen und Haustiere hoch toxisch, während wiederkäuende Wildtiere wie z. B. Rehwild dagegen immun zu sein scheinen. Aus diesem Grund wurde die Eibe bereits früh von der Bevölkerung bekämpft, da es durch den Verbiss der Zweige immer wieder zu tödlichen Viehvergiftungen kam. |
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![]() Bestäubungstropfen |
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![]() Zweig mit unreifem und reifem Samen ... |
![]() ... und rotem Arillus |
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Neben der Bekämpfung in Gegenden, in denen die Eibe dem Vieh gefährlich werden konnte, erfreute sich der Baum seit der Bronzezeit aber auch größter Beliebtheit. So galt Eibenholz wegen seiner Härte und Elastizität bereits im Mittelalter als das beste Holz für Bögen. Die Bedeutsamkeit des Baums in der Kulturgeschichte spiegelt sich auch in den Vornamen "Ivo" und "Yvonne" wieder, die etymologisch auf den Namen der Eibe zurückgehen. Aufgrund der christlichen Symbolik der Farben rot (Blut Christi) und grün (Hoffnung, Treue) und auch des Umstandes, dass die Eibe ein immergrünes Gehölz ist (immergrün = Lebenskraft, ewiges Leben) gehört die Eibe - wie auch Ilex - zu den Advents- bzw. Weihnachtspflanzen, mit denen früher das Haus geschmückt wurde. |
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![]() Nadeln von unten |
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![]() Stamm |
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Heute ist die Eibe eine
in Deutschland seltene Baumart, deren Wildvorkommen in Nordrhein-Westfalen
als "gefährdet" gelten. Neben der gezielten Beseitigung
aufgrund ihrer Giftigkeit und der Übernutzung der einst reichen Eibenwälder
wird diese Seltenheit häufig auf überhöhte Wildbestände
und eine Unterlegenheit der Eibe gegenüber der Konkurrenzkraft der
Rot-Buche zurück geführt. Hier ist Taxus baccata durch
ihr beschränktes und langsames Höhenwachstum der schnellerwüchsigen
Rot-Buche unterlegen. |
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![]() Keimling |
![]() 2008, verwilderte Exemplare in einem Wald am Hang der Hohensyburg (I. Hetzel) |
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Literatur
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