Bochumer Botanischer Verein e. V. - Logo

   

 
© Ingo Hetzel
Die Bedeutung des Logos des Bochumer Botanischen Vereins

Das Logo zeigt die Abstraktion des Förderturms des Deutschen Bergbau-Museums als Wahrzeichen der Stadt Bochum; davor, als repräsentative Art der städtischen Adventivflora, das gelb blühende Schmalblättrige Greiskraut (Senecio inaequidens).


Förderturm
Bei dem Förderturm handelt es sich um das original Doppelstreben-Fördergerüst der ehemaligen Zeche Germania in Dortmund-Marten. 1944 dort in Betrieb genommen steht es seit 1973 in Bochum über dem Deutschen Bergbau-Museum.

Schmalblättriges Greiskraut
Das Schmalblättrige Greiskraut (Senecio inaequidens DC), ist ein Neophyt, der ursprünglich aus Südafrika stammt. Dort besiedelt die Art steinig-felsige Partien der steilen, feuchten Grasland-Hänge und steinige Ufer von Fließgewässern. Nach Mitteleuropa wurde die Art mit Schafwolle aus Südafrika eingeschleppt.
Die massenhafte Ausbreitung dieser Asteraceae in Europa schreitet seit den 50er Jahren voran. Die Expansionswelle erreichte um 1970 Deutschland, wo die Art vorwiegend auf warmen und trockenen Ruderalstandorten auftritt. Einen Schwerpunkt der Verbreitung bilden Bahngleise, Autobahnen und Straßenränder, wobei auch vorher kaum von anderen Arten bewachsenen Flächen wie Bahnschotter oder Abraumhalden besiedelt werden. Dieser Verbreitungsschwerpunkt auf urbanen, anthropogen geprägten Standorten zeichnet das Schmalblättrige Greiskraut als typische Ruhrgebietspflanze aus. 1982 wurde die Art von Dietrich Büscher am Bochumer Hauptbahnhof gefunden, dieser Fund stellt wahrscheinlich die erste nachgewiesene Einbürgerung der Art in Westfalen dar
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Quellen:
- Bundesamt für Naturschutz (BfN) (Hg.) 2008: NeoFlora - Invasive gebietsfremde Pflanzen in Deutschland. http://www.floraweb.de/neoflora/handbuch/senecioinaequidens.html [13.02.2008)
- Büscher, D. 1984: Senecio inaequidens DC. nun auch im Ruhrgebiet. – Natur & Heimat (Münster) 44: 33-34.

- Deutsches Bergbau-Museum Bochum (DBM) (Hg.) 2008: Förderturm. http://www.bergbaumuseum.de/dhtml/frame17.html [13.02.2008]