Bochumer Botanischer Verein e. V.
Stadtpflanze des Jahres


Stadtpflanze des Jahres
Seit 2017 ruft der Bochumer Botanische Verein die "Stadtpflanze des Jahres" als Bestandteil der "Natur des Jahres" ins Leben.
Mit seinem Sitz in Bochum befindet sich der Verein mitten im Ruhrgebiet, einem der am dichtesten besiedelten Ballungsräume Europas. Durch die Benennung der Stadtpflanze des Jahres wird eine Pflanze bestimmt, deren Lebensraum entscheidend durch urbane Standorte geprägt wird. Dies sind Arten, die schwerpunktmäßig in Städten vorkommen und/oder besonders häufig bzw. typisch in Stadtlebensräumen auftreten. Dazu gehören einerseits Pflanzen, die am ursprünglichen Naturstandort selten oder bedroht sind und in Städten einen Ersatzlebensraum finden sowie andererseits Pflanzen, die sich ausgehend von innenstädtischer bzw. anthropogener Aktivität (z. B. Gärten, Verkehr, Industrie) ins Umland ausbreiten.

Wahl und Bekanntgabe
Die Wahl der Stadtpflanze des Jahres findet im Herbst durch die Vereinsmitglieder statt. Jeweils am 1. Januar eines Jahres erfolgt die Bekanntgabe im Rahmen eines Pflanzenporträts.


Die Kandidaten 2020

HIER geht es zur Wahl

1. Blauglockenbaum - Paulownia tomentosa

2. Gelbweißes Ruhrkraut - Helichrysum luteoalbum  
3. Unterbrochener Windhalm - Apera interrupta  

 


Ehemalige Stadtpflanzen des Jahres

Stadtpflanze des Jahres 2019
Klebriger Alant - Dittrichia graveolens

Stadtpflanze des Jahres 2018
Ackerröte - Sherardia arvensis

 
Schmalblättriges Greiskraut Stadtpflanze des Jahres 2017
Schmalblättriges Greiskraut - Senecio inaequidens
Schmalblättriges Greiskraut

 

Die Kandidaten 2019

1. Götterbaum - Ailanthus altissima

2. Klebriger Alant - Dittrichia graveolens
3. Phaeophyscia orbicularis (Flechte)      

 

 

Die Kandidaten 2018

1. Schmetterlingsflieder - Buddleja davidii

   
2. Hängepolster-Glockenblume - Campanula poscharskyana    
3. Ackerröte - Sherardia arvensis

 

 

Weitere Literatur und Links (in Bearbeitung):
BOCHUMER BOTANISCHER VEREIN 2019: Bilderseite Industriebrachen.
BRANDES, D. 1987: Zur Kenntnis der spontanen Gehölzflora norddeutscher Städte. - Göttinger Floristische Rundbriefe 21(1): 33-38.
BROSCH, B., HERING, D., JACOBS, G., KEIL, P., KORTE, T., LOOS, G. H., 2014: Urbane Biodiversität - ein Positionspapier. - Natur in NRW 14(1): 41-44.
BRANDES, D. 1991: Städte als Lebensraum gefährdeter Pflanzen. - 11. Arbeitstagung "Biotopkartierung im besiedelten Bereich" vom 27.-29. Sept. 1990 in Hannover: Ergebnisse der Arbeitsgruppen. - Hannover. S. 23-26.
HAMANN, M. & KOSLOWSKI, I. 1988: Zur Verbreitung gefährdeter Pflanzenarten auf urbanindustriellen Standorten. - Natur- & Landschaftsk. 24: 13-16.
GÖDDE, M. 1986: Vergleichende Untersuchungen der Ruderalvegetation der Großstädte Düsseldorf, Essen und Münster. Diss. Univ. Düsseldorf, 273 S.
HETZEL, I. 2012: Ausbreitung klimasensitiver ergasiophygophytischer Gehölzsippen in urbanen Wäldern im Ruhrgebiet. - Dissertationes Botanicae 411.
KLOTZ, S. & KÜHN, I. 2002: Indikatoren des anthropogenen Einflusses auf die Vegetation - Schriftenreihe für Vegetationskunde 23: 241-246.
KOWARIK, I. 2011: Novel urban ecosystems, biodiversity, and conservation. Environmental Pollution 159: 1974-1983.
MÜLLER, N. 1990: Charakteristik von Flora und Vegetation in Städten. - Schriftenreihe Bayer. Landesamt für Umweltschutz (7): 30-40.
WERNER, P. 2016: Biologische Vielfalt im urbanen Raum. Zusammensetzung, Entwicklung und Einflussfaktoren auf Flora und Fauna. Natur und Landschaft 91.7: 314-321.
WITTIG, R., DIESING, D. & GÖDDE, M. 1985: Urbanophob - Urbanoneutral - Urbanophil - Behavior of species concerning the urban habitat. - Ora (177): 265-282.

WITTIG, R. 2002: Siedlungsvegetation. - Verlag Eugen Ulmer (Stuttgart). 252 S.